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Mission 2017: Berliner Divestment-Index und Deutsche Bahn

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„Bleibt Fossil Free Berlin weiter aktiv bei Divestment und Klimaschutz?“

Das wurden wir seit dem Erfolg mit dem Berliner Parliament im Sommer 2016 oft gefragt. Antwort: Auf jeden Fall! Aktiv bleiben wir sogar doppelt – das sind unserer zwei aktuellen Missionen:

Mission 1: „Berliner Index“ muß 100% fossilfrei werden

Um sicherzustellen, dass die 823 Millionen Euro aus dem Berliner Pensionsfonds wirklich klimafreundlich angelegt werden, verfolgt Fossil Free Berlin den Prozess seit Sommer 2016 sehr genau. Hinter den Kulissen haben zwei Finanzdienstleister monatelang gearbeitet. Aus vielen Gesprächen und einem zweiten persönlichen Treffen mit dem Finanzsenator Herrn Dr. Kollatz-Ahnen wissen wir, dass noch im 1. Quartal 2017 der ethische „Berliner Index“ veröffentlicht werden soll. Erst dann kann Berlin die Millionen umschichten. Angekündigt wurde in einer Pressemitteilung u.a., dass er „ausschließlich“ fossilfrei und damit ohne klimaschädliche Kohle-, Öl- und Gaskonzerne wie z.B. RWE, Eon und Total sein soll. Das wollen wir mit eigenen Augen sehen und bleiben am Ball.

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Fossil Free Berlin trifft den Berliner Finanzsenator am 17.01.2017  / Foto: Fossil Free Berlin

Mission 2: Klimafreundliche Finanzen bei der Deutschen Bahn

Wir haben sehr viel diskutiert und recherchiert: Die Deutsche Bahn – einer der größten Stromverbraucher Deutschlands und Symbol für klimaschonendere Mobilität – ist unser Fokus für 2017. Warum? Die Deutsche Bahn möchte laut ihres Zielkatalogs DB2020+ bis zum Jahr 2020 „Umwelt-Vorreiterwerden und ehrgeizige Klimaziele erreichen. Sie wirbt mit der grünen Bahncard dafür, den Fernverkehr mit 100% Ökostrom zu betreiben. Weil die DB mehr Strom verbraucht als alle anderen Unternehmen, ist das wichtig für die Klimaziele Deutschlands.

Aber: In öffentlichen Reports des Milliardenkonzerns gibt es Hinweise, dass die DB ihr Geld ähnlich anlegt wie die meisten Pensionskassen – in Staatsanleihen und gemischte Aktienfonds. Und damit fast zwangsläufig in Kohle-, Gas- und Ölfirmen, die mit ihren riesigen Mengen an Treibhausgasen die Erde aufheizen. Profite auf Kosten des Klimas? Das wäre ein Widerspruch zu den Klimazielen der DB.

Deshalb laden wir die Deutsche Bahn zur Zusammenarbeit für klimafreundliche Finanzen ein. Nach einem Austausch per Brief und E-Mail gab es schon ein erstes Treffen mit der DB-Führung. Seitdem läuft ein regelmäßiger und konstruktiver Dialog. Mehr dazu erfahrt Ihr bei Twitter und Facebook.

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 Deutsche Bahn am Potsdamer Platz, Berlin / Foto: Mathias Becker, Fossil Free Berlin

 

Wir haben gewonnen – Berlin wird Divestment-Haupstadt!

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Wir jubeln: Nach 500 Tagen Action und Hoffnung stimmte das Berliner Parlament am 23. Juni 2016 einstimmig für #Divestment! Öffentliche Gelder des 750-Millionen-Euro-Pensionsfonds müssen jetzt durch den Finanzsenator aus allen Unternehmen abgezogen werden, „deren Geschäftsmodell dem Ziel der Klimaneutralität widerspricht“. Verbannt wird, wer mit klimaschädlicher Kohle, Öl und Gas Geschäfte machen will.

Berlin tritt damit in die Fußstapfen z.B. von Oslo, Kopenhagen, Seattle, Paris, Melbourne, Münster und Stockholm. Die Hauptstadt schließt sich der weltweiten Divestment-Bewegung an, zu der mehr als 500 Großinvestoren wie Universitäten, Kirchen, Stiftungen, Versicherungen, Pensionsfonds gehören.

Auf der schwarzen Liste unerwünschter Firmen stehen u.a. RWE, E.on und Total. Tabu sind außerdem Unternehmen, die mit Atomkraft und Kriegswaffen Geld verdienen wollen. Berlin sucht jetzt einen Finanzdienstleister, der bis zum 31.12.2016 einen ethischen Aktienindex entwickeln soll, um das Geld schnell umzuschichten. Bitte weitersagen!

Das ist auch Euer Sieg! – ohne Eure wunderbare Unterstützung hätten wir diesen Kraftakt nicht geschafft. Was alles nötig war, Berlin zur Divestment-Hauptstadt zu machen, und wie es jetzt weitergeht, erfahrt Ihr hier.

Berlin ist Divestment-Hauptstadt! – Was nötig war und wie es jetzt weitergeht

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Nur zusammen mit Euch war der Divestment-Durchbruch möglich

Ihr habt mit uns den Berliner Bären beim Global Divestment Day angefeuert, aufblasbare Kohlenstoffblasen und silberne Pflastersteine gebaut und neue Ideen bei unseren wöchentlichen Mittwochstreffen diskutiert (die weiterhin stattfinden).

Ihr habt getwittert und gefacebookt, als wir nachts eine Großprojektion an das Rote Rathaus in Berlin geworfen haben. Ihr habt die Onlinepetition gezeichnet und an Freunde geschickt – aus der ein großer 667-Millionen-Euro-Geldschein wurde, der unserer Kampagne den letzten Kick gab. Lautlos habt Ihr mit uns am Checkpoint Charlie getanzt.

Ihr habt mit uns bei der Deutschlandpremiere von Naomi Kleins „This Changes Everything“ ein komplettes Kino gefüllt. Ihr habt minutenlang im Abgeordnetenhaus geklatscht, als wir mit einem Standing-Ovations-Flashmob die Berliner Energie-Enquete-Kommission feierten, die Divestment in ihrem Abschlussbericht empfahl.

Ihr habt die Mailboxen des Finanzsenators und des Bürgermeisters überflutet (ach ja: Wo ist eigentlich der Bürgermeister?) und seid einen Tag vor der historischen Parlaments-Entscheidung mit uns durch die „Mauer der fossilen Energie“ gebrochen.

FossilFreeBerlin_Mauerfall-Video2Video: So durchbrachen wir die „Mauer der fossilen Energie“

Wieviel Spaß es macht, für eine bessere und erneuerbare Zukunft zu kämpfen, seht Ihr gleich… 🙂 Bitte teilt das Mauerfall-Video  mit Freunden und Familie.

Wie geht‘s weiter?

Wir werden den Finanzsenator beim Divestment-Prozess genau beobachten. Wir wollen andere Städte und Bundesländer inspirieren und planen schon die nächsten Aktionen. Machst Du mit? Zusammen mit Dir und Euch schaffen wir es!

Video: So brechen wir durch die „Mauer der fossilen Energie“

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FossilFreeBerlin_Mauerfall-Video222. Juni 2016. Einen Tag vor der Divestment-Abstimmung des Berliner Parlaments überbringen wir unsere Botschaft noch einmal laut und klar – Berlin muß den Divestment-Durchbruch schaffen! Dafür wollen wir an der historischen East Side Gallery die „Mauer der fossilen Energie“ einreißen, die den Weg zu einer klimafreundlichen, erneuerbaren Zukunft versperrt.

Seid Ihr bereit für den Durchbruch? Dann schaut Euch unser Mauerfall-Video an – wir rennen los bei drei, zwei, eins…

Divestment-Endspurt in Berlin – jetzt wird’s politisch!

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blog_openerUnd sie bewegt sich doch, die Berliner Politik! Mit Flashmobs, Großprojektionen, und zahlreichen Aktionen fordern wir die Stadt seit einem Jahr auf, klimaschädliche Investititonen zu beenden. Die Presse nahm das Thema auf, wir blieben dran – und Berliner Abgeordnete reagierten im Januar 2016 mit einen offiziellen Divestment-Antrag. Ein großartiger Sieg, den es jetzt abzusichern gilt: denn Divestment-Gegner versuchen den politischen Prozess zu verschleppen. Wir können das verhindern – und Du kannst dazu beitragen, dass Klimaschutz in Berlin nicht bloß ein leeres Versprechen bleibt.

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PARIS AND BEYOND

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Was die Klimakonferenz in Paris für Fossil Free Berlin bedeutet

Foto: Yann Levy / 350.org
Foto: Yann Levy / 350.org

Das vergangene Jahr bescherte uns das Klimaschutzabkommen der COP21 in Paris. Die Staaten einigten sich darauf, die Erderwärmung auf “deutlich unter 2 Grad” zu begrenzen. Dabei war schon die Tatsache zu begrüßen, dass endlich ein umfassender, rechtlich bindender Vertrag erreicht wurde – nach über 20 Jahren mit Vorbereitungsrunden, Fachsitzungen und Mammut-Verhandlungen und einem zerlöcherten Kyoto-Protokoll. Wenn man sich also vor Augen führte, dass man noch vor Kurzem um diese 2 Grad zankte, war dies Grund für Champagner. Was gefeiert wurde, ist aber erst ein Zeichen guten Willens. Das Abkommen baut darauf, dass Einzelstaaten von sich aus CO2-Reduktionsmaßnahmen festsetzen. Damit begannen die Staaten bereits vor Paris; leider reichen derzeit diese Maßnahmen zusammengenommen aber nicht einmal für einen Erwärmungs-Stopp von 3 Grad. Die Staaten müssen also nachlegen. Und wir sind gefragt.

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Etappensieg für Fossil Free Berlin: Enquete-Kommission fordert Divestment

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Standing Ovations für die Divestment-Empfehlung der Kommission im Abgeordnetenhaus (Foto: Fabian Franke/Fossil Free Berlin)

Am Abend des 11. November war es also soweit. Nach Wochen der Vorbereitung und vielen Diskussionen würden wir heute im Abgeordnetenhaus dabei sein, wenn die Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“ neben Kohleausstieg und vielen weiteren Vorschlägen zu mehr Klimaschutz auch Divestment als Empfehlung an die Stadt Berlin ausspricht. Wir waren gekommen, um Kommission und Publikum mit einer Aktion zu überraschen. Würden sich unsere Mühen auszahlen? In einigen Stunden würden wir es wissen.

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