Letzte Event-Updates

Wir feiern 15.000 neue Divestment-Unterstützer*innen

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In diesem Live-Video geben Fossil Free Berlin und Ulrich Kasparick ihre Zusammenarbeit für Divestment auf Bundesebene bekannt. Wir freuen uns drauf. Los geht‘s!

Heute ist #WeltUmweltTag und wir feiern einen wunderbaren Meilenstein:

In einem 80-Tage-Sprint haben 15.617 Unterstützer*innen die Divestment-Petition unterschrieben, die der ehemalige parlamentarische Bundesstaatssekretär Ulrich Kasparick initiiert und an den Bundestag gerichtet hat. Das ist ein großer Erfolg! Das beweist, wie viel Rückenwind Divestment auch in Deutschland hat.

Gemeinsam mit den Tausenden rufen wir den Bund auf, seine Aktiengeschäfte mit klimazerstörenden Kohle-, Öl- und Gas-Konzernen in Höhe von 542 Millionen Euro schnell zu beenden und in Zukunft auszuschließen.

Das Ziel verantwortungsvoller Finanzen und fossilfreier Bundespensionen ist noch vor dem UN-Klimagipfel im Dezember 2018 umsetzbar, wenn der Konsens unter den Verantwortlichen im Bundestag groß genug ist. Damit der Konsens wächst, veröffentlichen wir, Fossil Free Berlin, heute den Berliner Konsens für Klimastabilität & Rücklagen des Bundes“ (#BKKR). Wir bitten die amtierenden und ehemaligen Mitglieder des Bundestages, ihn mit ihrem Namen persönlich zu unterzeichnen und aktiv zu werden.

[In Kürze wird der BKKR als Onlinetool zur Verfügung stehen, Unterzeichnungen nehmen wir gerne auch per E-Mail an fossilfreeberlin @ riseup.net vertraulich entgegen.]

 

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Jetzt wird’s öffentlich: Klimaschädliche Bundespensionen in den Medien

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Unsere Divestment-Mission ist gerade erst gestartet, jetzt berichtet schon die DIE ZEIT darüber (Artikel „Dreckige Milliarden“ vom 2.5.2018). Ihre Recherchen bestätigen, dass Pensionen von 600.000 Bundesbeamt*innen, Soldat*innen und Richter*innen klimaschädlich finanziert sind. Durch die Anfrage der ZEIT beim Innenministerium kam auch ans Licht, dass der Bund seine Aktiengeschäfte mit Kohle-, Öl- und Gaskonzernen 2018 nicht etwa verringert, sondern auf 542 Millionen Euro verdoppelt.

Das ist unverantwortlich und muß sich ändern! Fossil Free Berlin veröffentlichtet deshalb am 22.5. diese Pressemitteilung.

Zitiert wird darin der ehemalige Bundes-Staatssekretär Ulrich Kasparick. Er bekommt vom Bund eine staatliche Pension und ruft die Verantwortlichen im Bundestag zu einer klimafreundlichen Finanzwende auf. Kasparick sagt: “Der Bund hat sich in Interessenkonflikte mit Konzernen wie Total, BASF und Eni verstrickt, die den Klimaschutz untergraben. Staatspensionen dürfen nicht länger in Kohlekraftwerke fließen, auch nicht in Gaspipelines und Ölbohrinseln.”

Meike Schützek von ‘Fossil Free Berlin’ kommentiert: “Es wirkt, als wolle Deutschland mit einer halben Milliarde Euro auf das Scheitern seiner eigenen Klimaziele wetten. Diesen fatalen Eindruck sollte der Bundestag mit Divestment korrigieren. Die Welt wartet händeringend auf positive Klimaschutz-Signale aus Berlin.”

Neue Mission 2018: Bundespensionen fossilfrei machen

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+++ UPDATE 02.05.2018 +++ Die Wochenzeitung DIE ZEIT berichtet über unsere Divestment-Mission

Fossil Free Berlin fordert die Finanzwende auf Bundesebene
ohne Kohle, Öl und Gas

Mit Aktiengeschäften investiert Deutschland einen Teil seiner 20 22,6 Milliarden Euro Bundespensionen in Klimazerstörer wie Total, E.ON, ENI und BASF [1]. Das ist moralisch falsch und finanziell riskant. Es bricht außerdem die verbindlichen Zusagen, die Deutschland mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens 2015 vor den Augen der Welt gegeben hat.

Deshalb starten wir jetzt unseren Aufruf für eine schnelle und klimafreundliche Finanzwende auf Bundesebene. Kohle-, Öl- und Gas-Konzerne, die Geschäfte auf Kosten des Klimas machen, müssen ausgeschlossen werden.

Unterstützt werden wir von der weltweiten Bewegung für Klimagerechtigkeit aus NGOs wie 350.org, dem Fossil-Free-Netzwerk und vielen Bündnispartner*innen.

Stoppt die klimaschädlichen Aktiengeschäfte!

Eine Pension vom Staat bekommen… [WEITERLESEN]

Nachgehakt – wie weit reicht der Klima-Ehrgeiz der Deutschen Bahn?

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„Neue ehrgeizige Klimaziele“ kündigt Dr. Lutz, Chef der Deutschen Bahn und ehemaliger Finanzvorstand am 23.10.2017 morgens in einer Pressekonferenz an. Als Empfangskommittee haben wir von Fossil Free Berlin ankommende Journalist/innen und Mitarbeiter/innen begrüßt.

Weil wir nicht für die Pressekonferenz eingeladen sind, präsentierten wir unsere Fragen mit Sprechblasen-Plakaten.

Das sind unsere Kernfragen an die Deutsche Bahn:

Herr Dr. Lutz, reicht Ihr Klima-Ehrgeiz auch für… DIVESTMENT?
Ein ganzes Jahr lang war Fossil Free Berlin mit der DB im konstruktiven Dialog. Am Ende blockte ein DB-Finanzentscheider aus der Abteilung von Dr. Lutz ab und bezeichnete Divestment der Altersvorsorge für DB-Manager als „Non-Thema“. Wir bewerten die Haltung der DB als mutlos und fahrlässig angesichts der Schäden, die der Klimawandel schon heute weltweit verursacht – und veröffentlichten deshalb diese kritische Pressemitteilung und diesen Blogartikel im Sommer 2017. Weiterhin würde es die DB nur sehr wenig Aufwand kosten, auch im Finanzbereich klimafreundliches Vorbild für andere Unternehmen zu werden – eine einfache Aktienumschichtung weg von Kohle-Öl-Gas-Firmen und ökologische Kriterien in den Anlagerichtlinien reichen aus.

Herr Dr. Lutz, reicht Ihr Klima-Ehrgeiz auch für… GREEN BONDS?
Die französische Bahn SNCF hat es 2016 getan – sie bot Investoren einen Green Bond für klimafreundliche Bahn-Projekte an und nahm mit dieser Unternehmensanleihe 900 Millionen Euro ein. Wir informierten die DB über diese vorbildliche Maßnahme und durchweg positive Medienberichte und stellten Kontakte zu Finanzexperten für Green Bonds her. Doch die blockierende Antwort der DB lautete auch hier, das sei ein ‚Non-Thema‘.

Herr Dr. Lutz, reicht Ihr Klima-Ehrgeiz auch für… ein STOPP der KOHLE-TRANSPORTE?
DB Cargo transportiert laut eigener Aussage jährlich 30 Mio. Tonnen Steinkohle. Die Bahn macht also weiterhin Geschäfte mit Unternehmen, die das Klima zerstören. Das passt nicht zu „ehrgeizigen Klimazielen“. Dieses „Weiter so“ der DB gibt das falsche Signal in einer Zeit, in der die Schäden des Klimawandels weltweit deutlich zu spüren sind. In einer öffentlichen Diskussion, in der es nur noch um das „Wann“ und nicht mehr um das „Wie“ des Kohleausstiegs geht, ist das „Weiter so“ der DB weder ehrgeizig noch vorbildlich. Reicht also der Klima-Ehrgeiz von Dr. Lutz, um die Kohle-Züge jetzt zu stoppen?

Wir werden weiter beobachten, ob die Deutsche Bahn und Herr Dr. Lutz auf ihren Klima-Ehrgeiz auch Taten folgen lässt und werden auf Twitter.com/DivestBerlin und Facebook.com/FossilFreeBerlin darüber berichten.

#DivestDeutschland – so gewinnen wir Bundesland für Bundesland

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Du wolltest schon immer mal aktiv werden für den Klimaschutz? Du möchtest einsteigen in die Divestment-Bewegung? Jetzt ist der beste Moment dafür – wir brauchen dich für die neue Kampagne DivestDeutschland – Bundesland für Bundesland:

Gründe jetzt eine eigene Fossil-Free-Gruppe in deinem Bundesland oder schließ dich einem Team an

Berlin hat es vorgemacht: Die Landesregierung ist mit ihren Versorgungsrücklagen von 823 Mio. Euro aus Kohle, Öl und Gas ausgestiegen. Sie hat bewiesen, dass klimafreundliche Finanzen möglich sind und hat RWE, BASF und Co. die rote Karte gezeigt. Gut so! Kurz darauf haben sich auch Bremen und Baden-Württemberg der Divestment-Bewegung angeschlossen. Noch besser! Die Dominosteine fallen.

Doch wo stehen die anderen 13 Bundesländer? Dank der Recherche investigativer Journalisten wissen wir jetzt von den klimaschädlichen Investitionen von Bayern, Brandenburg, Hessen, NRW und Sachsen-Anhalt.

Schau dir hier die Steckbriefe der „Schmutzigen Fünf“ an

Was macht dein Bundesland? Hier kannst Du nachschauen und aktiv werden.

Fünf Bundesländer wetten mit 187 Mio. Euro auf das Scheitern der deutschen Klimaziele

Die „Schmutzigen Fünf“ finanzieren ihre Beamtenpensionen mit riesigen Beträgen in klimaschädliche Konzerne. Das ist moralisch falsch und finanziell riskant. Sie fallen damit der Bundesregierung in den Rücken, die beim Pariser Klimaabkommen versprochen hat, sich für das 1,5-Grad-Ziel einzusetzen. Das lassen wir nicht zu und fordern gemeinsam: Geld raus aus Kohle, Öl und Gas!

Werde jetzt aktiv und gründe eine eigene Fossil-Free-Gruppe- Das ist einfacher als Du denkst. Und wir helfen dir dabei mit allem was wir erfahren, gelernt, richtig und falsch gemacht haben.

Mehr zur neuen Kampagne findest Du hier:
#DivestDeutschland – Bundesland für Bundesland

Volle Halle – Die Themen unserer Zeit mal anders

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Der 22. September 2017,  zwei  Tage vor der Bundestagswahl wird in Berlin über die Themen gesprochen, die uns wirklich bewegen. Themen, die nur wenig in den Parteiprogrammen vorkommen, aber auch Themen, die im Wahlkampf polarisierten und Ängste schürten. Eine bunte Mischung  an komplexen Themen also.

 

Auf innovative und unterhaltsame Weise unternahm das Team von Volle Halle, mit Kai Schächtele und Martin Oetting auf der Bühne, mit uns eine Reise auf der Suche nach Lösungen für den Klimawandel, Flüchtlingsströme und unser auf Wachstum basierendes Wirtschaftssystem  . Mit dabei waren viele  motivierte und inspirierende Akteure  die es sich in ihren Jobs oder ihrer Freizeit zur Aufgabe gemacht haben, das System zu hinterfragen, an Wandel mitzuarbeiten und den Schwächsten in unseren Gesellschaften eine Stimme zu verleihen.

 

Neben unseren eigenen Aktivistinnen Marianne Lotz und Mona Freundt, waren auf der Leinwand zu sehen:

Tim Jackson, Bestseller- Autor von „Wohlstand ohne Wachstum“, Jana Ciernioch und Verena Papke, die sich auf der SOS Méditerranée für die  Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer einsetzen, Titus Arnu, SZ-Journalist und Buchautor („Tsum“), sowie Tobias Austrup, Energie- und Verkehrsreferent bei Greenpeace, und viele weitere…

 

 

 

 

 

 

 

Volle Halle geht auch bald in anderen Städten mit euch auf die Reise – seid dabei, hier findet ihr alle Infos: http://vollehalle.de

Hier noch ein paar Eindrücke des Abends. Uns hat es wirklich gefallen.

 

 

 

 

Berliner Divestment-Erfolg: Mit diesem Video feiern wir Einjähriges

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Heute ist ein Tag zum Feiern! Vor genau einem Jahr, am 23.06.2016, sagte Berlin Ja zu Divestment. Fossil Free Berlin hatte 500 Tage dafür gekämpft und geworben und am Ende das Parlament überzeugt. Was für ein Erfolg! In diesem Party-Flashmob-Video sieht man, wie viel Spaß wir beim Jubeln und Tanzen hatten 🙂

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In einem Jahr fast verdreifacht: Divestment-Erfolge in Deutschland

Das Land Berlin war der fünfte Großinvestor in Deutschland, der sich der Divestment-Bewegung anschloss. Schneller waren nur Münster, die Allianz-Versicherung, das Presseversorgungswerk und die ev. Landeskirche Hessen-Nassau. Sie alle trennten sich von Firmen wie RWE, Total, BASF und 197 anderen, die auch heute noch mit Kohle, Öl und Gas das Klima zerstören und damit Profite machen.

Die Entscheidung des Berliner Parlaments bekam lokal und international viel Lob und brachte Investoren zum Nachdenken. Inzwischen haben 14 deutsche Institutionen den Klimakillern die rote Karte gezeigt und ziehen ihr Geld ab. Die Zahl der Divestment-Erfolge in Deutschland hat sich also in nur einem Jahr seit Berlin fast verdreifacht (weltweit ist die Zahl sogar auf über 730 gewachsen).

Zu den Divestment-Vorreitern zählen u.a. die Städte Stuttgart und Göttingen sowie Bremen als zweites Bundesland. Ausgestiegen sind außerdem zwei weitere Berliner Großinvestoren – die Ärzteversorgung mit 7,9 Mrd. Euro (!) verwaltetem Pensionsvermögen und die ev. Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz mit rund einer Million Kirchenmitgliedern. Fossil Free Berlin zeichnete beide Berliner Institutionen vor kurzem mit dem Berliner Divestment Award aus.

Erster fossilfreier Aktienindex kommt aus Berlin

Auch das ist ein Erfolg unserer Bewegung: Die Berliner Finanzverwaltung ließ nicht nur die Pensions-Rücklagen in Höhe von 823 Mio. Euro für die Berliner Angestellten und Beamten klimafreundlicher machen – sie bestellte gleich einen fossilfreien Aktienindex, der seit Mai 2017 bei der Bundesbank hinterlegt ist. Alle Bundesländer, Städte und Kommunen, die ihre Finanzen von Kohle, Öl und Gas sowie Atomkraft und Rüstung befreien wollen, können diesen Index nutzen. Der Berliner Tagesspiegel nennt das eine „Anleitung zum Ausstieg aus fossilen Investitionen“. Auch das war uns eine Auszeichnung wert. Die Berliner Finanzverwaltung wurde beim Berliner Divestment-Award als „Klimafinanz-Vorreiter“ geehrt.

Berlin macht ernst: Kohlekraftwerk abgeschaltet, Kohleausstieg beschlossen

Kaum war Divestment beschlossen, wählten die Berliner/innen eine neue Landesregierung. Diese leitete kurz darauf den Ausstieg aus Braunkohle bis 2018 und aus Steinkohle bis spätestens 2030 ein. Konsequenterweise wurde vor wenigen Wochen das innerstädtische Kohlekraftwerk Klingenberg abgeschaltet und auf Gas umgerüstet (ja, auch Gas ist klimaschädlich, dennoch sehen wir die Umrüstung als Fortschritt).

Wie geht es weiter, was können wir tun?

Der Klimawandel macht keine Pause. Das Klimachaos ist schon jetzt Realität für Millionen von Menschen in aller Welt. Nur gemeinsam schaffen wir es, die schlimmsten Verluste abzuwehren. Deshalb wollen wir die internationale Divestment- und Klimaschutz-Bewegung noch größer und stärker machen – zusammen mit dir. Das ist aus unserer Sicht besonders wichtig:

(1) Konsequentes Divestment der anderen Bundesländer und der Bundesregierung
Berlin und Bremen haben es vorgemacht. Divestment ist machbar und öffnet Türen für 100% erneuerbare Energie, Abbau klimaschädlicher Subventionen und funktionierende Klimaschutzgesetze. Die Bundesregierung sowie sechs andere Bundesländer legen nachgewiesenermaßen immer noch Hunderte Millionen Euro in Klimakiller-Konzerne an. Damit muss sofort Schluss sein! Der Berliner Aktienindex steht allen bereit, es gibt keine Ausreden mehr.

(2) Klares Bekenntnis der größten Energieverbraucher zur Dekarbonisierung
Verkehrswende! Agrarwende! Energiewende! Finanzwende! Die größten Unternehmen müssen alle Geschäftsbeziehungen zur fossilen Brennstoff-Industrie abbrechen und endlich mit lauter Stimme Position gegen Kohle, Öl und Gas beziehen. Damit meinen wir auch ganz speziell die schweigende Deutsche Bahn, mit der wir seit November 2016 in Kontakt sind.

(3) Vollständiger Kohleausstieg in Deutschland
2030 ist zu spät, das muss deutlich früher passieren. Deshalb unterstützen wir Ende  Gelände.

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