Vom Intercontinental zu den Rockefellers – Unterwegs mit Fossil Free Berlin

Gepostet am

3-tage-eine-botschaft

 

Berlin muss raus aus Kohle, Öl und Gas.

Das ist die klare Botschaft, die wir in den letzten Tagen unter die Leute gebracht haben. Auf gleich drei Veranstaltungen waren wir unterwegs, um mit Politikern, engagierten Bürgern, Journalisten und Finanzexperten über Divestment zu sprechen. Dabei haben wir unter anderem den Bürgermeister getroffen, Bundespolitiker für unsere Kampagne gewinnen können und vom Rockefeller Brothers Fund gehört, warum sie auf Divestment setzen.

 

Die Politik bewegen

Am Samstag fand der SPD-Landesparteitag im Hotel Intercontinental statt. Schon früh am morgen waren Aktivisten von Fossil Free Berlin vor Ort, um die eintreffenden Gäste zu begrüßen und mit Flyern über Berlins Investitionen in klimaschädliche Industrien zu informieren. Als Regierungspartei steht die Berliner SPD besonders in der Verantwortung, Klimaschutz konsequent umzusetzen – trotzdem gibt es noch keine Diskussion über dieses Thema in der Partei. Unsere Flyeraktion hat Divestment prominent platziert, und konnte schließlich sogar Bürgermeister Müller erreichen: als er in einer Pause vor das Hotel trat, wurde er von unserem Banner begrüßt und mit Flyern versorgt.

 

Die Öffentlichkeit informieren

Am Sonntag waren wir dann auf dem Umweltfestival der Grünen Liga unterwegs. Eine schöne Gelegenheit, mit Vertretern anderer Berliner Initiativen ins Gespräch zu kommen, die sich für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen – und unter den über 100.00 Besuchern Flyer zu verteilen und über unsere Kampagne zu informieren. Unsere Botschaft ist schließlich denkbar einfach: Investitionen in fossile Energien passen nicht zu ambitionierter Klimaschutzpolitik. Unter den Besuchern am Brandenburger Tor waren dann auch gleich einige Bundespolitiker, die sich von unserer Kampagne überzeugen ließen. Wer wie sie unsere Forderung nach Divestment in Berlin unterstützen will, kann das hier tun.

 

Mit Experten sprechen

Am Montag schließlich fand in den Räumen des Tagesspiegel das Berlin Investment Forum statt, bei dem zahlreiche Finanzexperten, Wissenschaftler, Investoren und Journalisten über die Carbon Bubble, Divestment und nachhaltiges Investment diskutierten. Auch Vertreter von Fossil Free waren dabei – und waren beeindruckt von dem breiten Konsens unter den Teilnehmern. Experten von Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber (PIK) über Klaus Töpfer (IASS) bis zu Mark Campanale (Carbon Tracker Initiative) sind sich einig: Investitionen müssen raus aus fossilen Energien, aus ökologischer wie aus finanzieller Sicht! Institutionen wie der Rockefeller Brothers Fund (RBF) haben vorgemacht, dass große Summen mit Gewinn deinvestiert werden können – und setzen damit Zeichen. „Divestment is a symbolic and an economic gesture,“ so Stephen B. Heintz, der Präsident des RFB. „It is sending market signals, and there are signs that the market is following.“

 

Dass das Thema Wellen schlägt, zeigt übrigens auch die Samstagsausgabe des Tagesspiegel, die über Divestment und die Gefahr einer Carbon Bubble berichtet. Es lässt sich nicht mehr leugnen: in Berlin beginnt eine breite Diskussion über Divestment. Wir hoffen, dass diese bald auch die Politik zum Handeln bringt – wir jedenfalls werden weiter daran arbeiten und freuen uns schon auf die nächsten Gespräche, Auftritte und Aktionen.

 

Advertisements