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Unser Fossil-Free-Block auf den #KlimaKohleDemos 1.12.2018

Kurzmitteilung Gepostet am Aktualisiert am

Das ist eine Geschichte in Tweets:

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Noch eine Woche bis zur Demo. Jetzt verkündet plötzlich die Groko, dass die Kohlekommission nun doch erst im Februar 2019 ihre Ergebnisse zum Kohleausstieg vorlegen wird. Das gibt’s doch nicht! Keinen Dank an die unsäglichen Kohle-Ministerpräsidenten, die für diese Blockade verantwortlich sind.

Doch das konnte die Tausenden nicht stoppen, im Gegenteil. Alle waren noch euphorisch von den größten Anti-Kohle-Demonstrationen der deutschen Geschichte, am Hambacher Wald, mit 50.000 Menschen Mitte September.

Wir sind als #FossilFree-Block dabei – mit einem wandernden StreetArt-Kunstwerk:

Mehr davon?

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Guten Morgen Bundestag, Frühstück ist fertig

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Fossil Free Berlin beim „Parlamentarischen Frühstück“
am 22. November 2018 im Bundestag

Wenn wir die Bundespolitik ändern wollen, müssen wir mit den Abgeordneten des Bundestages reden. Oder, wie in diesem Fall, mit ihnen frühstücken…

Fossil Free Berlin organisierte am 22.11.2018 ein Parlamentarisches Frühstück mit dem Thema „Nachhaltige Finanzen & Klimastabilität“. Anwesend waren fünf finanzpolitische Mitglieder des Bundestages (MdB) und zwei wissenschaftliche MdB-Mitarbeiter aus insgesamt vier Parteien (und sieben Mitglieder von Fossil Free Berlin).

Als Experten eingeladen waren Kristina Jeromin von der Deutschen Börse,  Urs Bitterling von der Allianz SE, der sich per Videokonferenz aus  Brüssel zuschaltete, und Lorenz Stör von der Ratingagentur ISS-oekom. Sie alle stellten kurze Beiträge zur Diskussion und beantworteten Fragen.

Zum Auftakt hielt Mona aus dem Fossil-Free-Team eine sehr bewegende Rede („Die Klimakrise ist in jedem einzelnen Wahlkreis zu spüren“) und gab dem Morgen damit einen starken Rahmen. Auf den Tischen hatten wir ein Hintergrundpapier mit Fakten und Fachbegriffen ausgelegt.

Nachhaltige Finanzen und klimaschädliche Aktiengeschäfte passen nicht zusammen

Zur Sprache brachten wir natürlich auch die Pensionen von 600.000 Bundesbeamten. Der Bund finanziert sie aktuell noch immer durch Aktiengeschäfte mit klimaschädlichen Kohle-, Öl- und Gas-Konzernen in Höhe von 542 Mio. Euro (die ZEIT berichtete). Wir wollten ein Bewusstsein dafür schaffen, dass sich diese Situation ändern muß,  ändern lässt und die Lösungen bereit stehen.

Weltwirtschaft ist nicht vorbereitet auf diese Klimawandel-Welt

Die Expertenbeiträge zeigten eindeutig: Die sogenannten ESG-Kriterien werden in jedem Wirtschaftsbereich dringend gebraucht, ganz besonders bei Finanzen. Und ein Mythos wurde komplett widerlegt: Wer bisher glaubte, dass Nachhaltigkeitskriterien nur etwas mit typisch „grünen“ Investitionen und Begrenzung zu tun hätten, liegt sehr falsch. Eine Tochterfirma der Deutschen Bank hatte über 2.000 Studien ausgewertet, die sich mit nachhaltigen Finanzen beschäftigen. Das Ergebnis: Über 90% der Studien belegen, dass ESG- und Nachhaltigkeitskriterien beim Investieren einen neutralen oder einen positiven Einfluß darauf haben, ob sich die Investition lohnt. Mit anderen Worten:

Finanzexpert*innen, die Nachhaltigkeit ignorieren, richten nicht nur Schaden an, sie verlieren auch oft Geld.

Wie läuft der fossilfreie Aktienindex BENEXX des Landes Berlin?

Lorenz Stör von der Ratingagentur ISS-oekom berichtete mit konkreten Zahlen aus der Praxis darüber, wie sich der fossilfreie Aktienindex BENEXX aus 50 europäischen Firmen entwickelt. Sein Fazit: BENEXX ist profitabel, deutlich besser als der Markt-Vergleich und hat einen sehr viel niedrigeren CO2-Fußabdruck. Kohle-, Öl- und Gas-Konzern sind darin ausgeschlossen, Waffen und Atomkraft ebenfalls. Das Land Berlin hatte den BENEXX nach dem parlamenarischen Divestment-Beschluss für seine über 900 Mio. € Versorgungsrücklagen bauen lassen. Viele Städte, Versicherer und Pensionsfonds sind seitdem dem Berliner Vorbild gefolgt.

Parlamentarisches Frühstück: Erstes positives Fazit

Aus den Gesprächen danach haben wir viel Positives mitgenommen: Die Abgeordneten stellten Fragen und zeigten sich offen für das Thema, erste Rückmeldungen kamen per E-Mail. Werden Sie es aktiv in den Bundestag und Finanzausschuss tragen? Werden Sie die Milliarden umschichten und das Gesetz ändern, damit Finanzen nachhaltig und in Zukunft nicht mehr klimaschädlich angelegt werden dürfen? Wir hoffen es. Wir bleiben aktiv, und wir werden weiter für eine Klima-Koalition und den “Berliner Konsens für Klimastabilität & Rücklagen des Bundes” werben, der von immer mehr Mitgliedern des Bundestages unterzeichnet wird.


Wie organisiert man ein parlamentarisches Frühstück?

Es ist ein etabliertes und einfaches Format, das auch andere Verbände und Initiativen nutzen, um mit Bundespolitiker*innen ins Gespräch zu kommen:


Thema vorschlagen und eines oder mehrere Mitglieder des Bundestages für die Schirmherrschaft gewinnen. Das Frühstück kann in den Gebäuden des Bundestages oder an einem anderen Ort stattfinden.

Expert*innen finden, die einen Beitrag beisteuern können

Einladung an interessierte Abgeordnete, ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter und ggf. externe Gäste verschicken

Catering organisieren

Ausgiebig über ein straffes Programm diskutieren, um die knappe Zeit für alle gut zu nutzen

Über Handouts nachdenken, die beim Frühstück oder danach Fachliches und Forderungen beschreiben

Das Frühstück dauert üblicherweise 60-90 Minuten und findet wohl oft vor den Sitzungen des Bundestages statt. Wir haben Namensschilder verteilt, alle Gäste um ihren Eintrag in eine Kontaktliste gebeten und zwei Tage danach eine Zusammenfassung der Ergebnisse, Präsentationen und – wichtig – nächsten Schritte gemailt.

Wir schicken sehr viele Einladungen in den Bundestag

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Fossil Free Berlin Projection Bundestag Berlin
Großprojektion vor dem Reichstag / 29.08.2018 (Fotografin: Saskia Uppenkamp)

So viele E-Mails zum Thema „klimafreundliche Finanzen“ hat der Bundestag vielleicht noch nie bekommen. Und Du kannst mithelfen, dass es noch mehr werden.

Wir starten die nächste Phase unserer Mission „Bundespensionen fossilfrei machen“ und laden tausende Unterstützer*innen ein, E-Mails an die Verantwortlichen in der Regierung zu schicken. Respektvoll, aber entschlossen. Mit diesen Mails laden wir die Abgeordneten ein, den „Berliner Konsens für Klimastabilität & Rücklagen des Bundes“ zu unterzeichnen. Sie sagen damit zu, dass sie sich persönlich und parteiübergreifend dafür stark machen, die klimaschädlichen Geschäfte des Bundes mit Kohle-, Öl- und Gaskonzernen (aktuell mind. 542 Mio. €) endlich zu beenden. Es ist alles vorbereitet – Mustertext und Mailadressen – damit Du gleich jetzt mithelfen kannst.

Komm, mach mit! Klick hier, um deine Mail in den Bundestag zu schicken.

Komm Berlin, wir ändern was: Globaler Klima-Aktionstag ‚Rise For Climate‘

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Es ist der 29. August 2018 und das erste Bild blitzt nach Mitternacht auf. Vor dem Reichstag in Berlin sorgt eine Großprojektion für Aufsehen im Regierungsviertel und kündigt einen globalen Klima-Aktionstag an:

Komm Berlin, wir ändern was: 8. September 2018 #RiseForClimate

Großprojektion vor dem Reichstag / 29.08.2018 (Fotografin: Saskia Uppenkamp)

Der Tag übertrifft viele Erwartungen. In 95 Ländern gehen Hunderttausende Menschen bei über 900 Veranstaltungen auf die Straße. Vierzig Events finden auch in Deutschland statt. Unter dem Namen „Rise For Climate Berlin“ haben sich Berliner Lokalgruppen des BUND, von Fossil Free, Greenpeace und vielen anderen zu einem starken neuen Bündnis zusammengeschlossen und organisierten drei Events:

Auf dem Spielfeld des Arkonaplatz trat das Team ‚Klimagerechtigkeit‘ in einem spannenden Match (nach Regeln des ‚Völkerball‘) gegen die Industrie der fossilen Brennstoffe von RWE, Shell, Gazprom etc. an. Dank starker Unterstützung der Zuschauer*innen und einer spontanten Sitzblockade 😉 gingen am Ende die Klimaschützer*innen als Gewinner*innen vom Platz.


Auf dem Fest der Kirchen sprachen Redner*innen über die Bewahrung der Schöpfung, für Nachhaltigkeit, gegen Klimazerstörung, und wie man das Erbe unserer Kinder und Enkel bewahrt. Es macht Mut, dass die Klimaschutzbewegung immer offener und vielfältiger wird.

Vor dem Kanzleramt setzen hunderte ein Zeichen gegen Kohle, Öl und Gas. Gemeinsam bildeten sie ein großes gelbes ‚X‘ als Zeichen des Widerstandes gegen klimazerstörende Kohle, Öl und Gas. Das Zeichen sollte an die erfolgreichen Proteste gegen Castortransporte erinnern und wird regelmäßig auch für die Proteste gegen Kohle-Tagebaue benutzt. Das Berliner Bündnis ruft die Bundesregierung auf, in der Klimakrise endlich konkret aktiv zu werden. Gefordert werden schärfere Sofortmaßnahmen gegen die Klimazerstörung durch fossile Brennstoffe.


Highlights vor dem Kanzleramt

Der Klimaforscher Mojib Latif schickte eine motivierende Audio-Grußbotschaft: „Rise For Climate ist eine wichtige Sache (…) Wir müssen Druck von unten machen.“

Hanna Brauers vom „Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung“(DIW) hielt eine starke Rede über die Machbarkeit für den dringend nötigen Kohleausstieg.

Felix Prinz zu Löwenstein vom „Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft“ plädierte leidenschaftlich für eine Agrarwende, denn „Landwirtschaft ist nicht nur Opfer des Klimawandels, sondern auch Mitverursacher.“

Aglaia von Fossil Free Berlin schickte eine Solidaritäts-Botschaft in den Hambacher Forst und versprach: „Wir werden verbrannte Baumstämme aus den jüngsten Brandenburger Waldbränden als Mahnmal in den Hambi bringen.“

Alexandra, Sprecherin für „Rise For Climate Berlin“ sagte: „Deutschland, eines der reichsten Länder dieser Erde, stolz auf seine Ingenieurskunst, ehemals Klima-Vorreiter, dieses Land schafft es nicht einmal annähernd, seine Klimaziele einzuhalten. Und warum? Weil das Thema für diese Bundesregierung offensichtlich keine Priorität hat. Weil die Interessen der Kohlelobby offensichtlich über den Interessen der Bevölkerung stehen. Der CO2-Ausstoss in Deutschland ist seit 10 Jahren nicht mehr gesunken.“

Viele engagierte Menschen und Gruppen – darunter z. B. Robin Wood und Ende Gelände Berlin – kamen mit eigenen Transparenten und Schildern vor dem Kanzleramt zusammen, um mit einer Stimme zu sprechen: Handelt endlich! Wir wollen 100% erneuerbare Energien für alle. Stoppt die Emissionen, stoppt Kohle, Öl und Gas!

Mehr Fotos, Videos, Inhalte zum „Rise For Climate“ in Berlin gibt’s auf dieser Website des Berliner Bündnis.

Noch viel mehr Eindrücke zum RiseForClimate aus der ganzen Welt findest Du hier.

Das Gefühl, wenn man einen Weltveränderer empfängt

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Eine Menschenmenge hat sich im Säulengang der Berliner Museumsinsel gebildet. Sie hört einem Mann zu, der in einem T-Shirt von Fossil Free Berlin auf einer Mauer sitzt, freundlich in die Runde schaut und eine Stehgreifrede hält. Es geht um Klimagerechtigkeit, schmelzende Polkappen, Milliarden-Investitionen und Menschen in aller Welt, die sich zusammenschliessen. Der Mann ist Träger des alternativen Nobelpreises und hat vor wenigen Jahren eine Graswurzelbewegung mit dem Namen 350.org und die Fossil-Free-Kampagne gegründet, die heute auf allen Kontinenten aktiv ist.

Mit einem untypischen Artikel „Do the Math“ im Rolling Stone Magazine hat er mehr Reichweite als Justin Bieber bekommen und eine Idee in die Welt gesetzt, die das Zeug hat, die Klimakrise zu bremsen oder sogar zu stoppen. Seine Idee verbreitete sich so schnell, dass die Industrie der Öl-, Kohle- und Gas-Konzerne sie inzwischen als „Gefahr“ für ihre Geschäfte ansieht. Der Mann auf der Mauer ist Bill McKibben und seine Idee heißt Divestment.

Unser Team von Fossil Free Berlin hatte die Ehre, Bill für einen Tag in Berlin zu empfangen und mit ihm den Tag zu verbringen. Die Highlights seines Besuchs – wie zum Beispiel sein Interview mit der ZEIT „Die Trumps dieser Welt lieben diese Industrie“, Videodrehs, ein Abendessen mit Vertreter*innen von Klima- und Umweltorganisationen – beschreiben wir bald ausführlicher in diesem Blogartikel. Hier sind die ersten Fotos.

 

 

Divestment zieht große Kreise – mit Al Gore’s Climate Reality Leaders

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Am Tag als Deutschlands Kohlekommission endlich erstmals tagt, reist Al Gore in Berlin an. Er ist hier, um fast 700 Menschen zu ClimateReality Leaders auszubilden. Auch Fossil Free Berlin ist mit vier Mitgliedern dabei. Schon nach dem ersten Tag erzählen sie von spannenden Expertenpanels, Vorträgen, neuen Projekten und sehr vielen motivierten Aktivist*innen aus der ganzen Welt.

Foto / M. Schützek für Fossil Free Berlin

Richtig aufgeregt sind sie am dritten Tag: Fossil Free Berlin plant eine Überraschungsaktion.
Sie wird nur dann klappen, wenn sich die Climate Reality Leaders zum Abschluss der Tagung dafür begeistern lassen und mitmachen. Teaser werden auf Social Media gestreut, und das Orga-Team von Al Gore sagt zu, dass ausnahmsweise Flyer verteilt werden dürfen.

Foto / M. Schützek für Fossil Free Berlin

Die Tagung endet gegen 16 Uhr im Maritim-Hotel. Unser Team trägt „Divest Now“ T-Shirts und schafft es nach kurzer Zeit tatsächlich, mehrere Hundert (!) Menschen zum nahegelegenen Matthäikirchplatz zu lotsen. Was sie dort erwartet? Eine gemeinsame Aktion mit dem Namen #UnitedForEnergiewende, organisiert von Fossil Free Berlin und Greenpeace Berlin.

Und da kommen sie! Welcome everybody! Did you enjoy your training? Die Menge jubelt. Seid Ihr bereit für Climate Action? Die Menge jubelt noch lauter. Bitte schaut einmal nach oben und winkt – ganz oben auf dem Kirchturm steht unser Fotograf. Er wird Bilder von uns machen, wie wir alle zusammen die Verantwortlichen im Deutschen Bundestag zu Divestment aufrufen.

Foto / Willem Thomson für Fossil Free Berlin

Gregor übernimmt das Megaphon und erklärt, warum das wichtig ist – und wie wir das gemeinsam schaffen können. Fossil Free Berlin war schon einmal erfolgreich und hat Berlin zur Divestment-Hauptstadt gemacht. Jetzt ist es höchste Zeit, dass auch auf Bundesebene den Kohle-, Öl- und Gas-Konzernen alle öffentlichen Gelder entzogen werden. Wir wollen eine gerechte Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren für alle, eine nachhaltige und fossilfreie Zukunft. Seid Ihr dabei? Großer Jubel bricht aus. Der Fotograf dirigiert uns und es bildet sich ein großer, bunter Kreis. Ein wunderbares Bild, mit der Erdkugel im Innern. Aus der Gruppendynamik heraus wird der Kreis enger, über 200 Menschen bewegen sich langsam auf die Mitte zu und es entstehen die zwei symbolischsten und schönsten Bilder des Tages:

Fotos / Willem Thomson für Fossil Free Berlin

Diese Climate Reality Leaders wollen etwas bewegen. Drei Tage lang haben sie in Hotelräumen zugehört, diskutiert und Pläne geschmiedet. Jetzt sind sie unter freiem Sommerhimmel und werfen die Hände in die Luft, lachen, starten Sprechchöre: „Finance our future, instead of climate chaos!“. Teil zwei unserer Aktion beginnt, drüben bei einem grünen, alten Baumriesen auf dem Kirchplatz. Die Erklärung kommt wieder von Gregor per Megaphon:

Unglaubliche 542 Millionen Euro hat Deutschlands Regierung in Aktien von Energiekonzernen investiert, die mit fossilen Brennstoffen das Klimachaos befeuern. Wir müssen das Geld da rausholen! Auf einer Seite der Menschenmenge sehen wir eine große, schwarze CO2-Blase. Dort sind auch drei prall gefüllte Geldsäcke. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die blaue Erdkugel. Wenn wir Hand in Hand zusammenarbeiten, dann bewegen wir das Geld in die richtige Richtung. Wo es Schaden anrichtet, muß es raus. Wo es unsere Zukunft und das Klima schützt, gehört es hin. Seid Ihr dabei?

Hände strecken sich nach oben, die Sprechchöre gehen wieder los, und wie beim Stagediving auf einem Festival bewegt sich das Geld über die Köpfe. Wir streamen live auf Facebook, um die tolle Stimmung einzufangen. Unser Fotograf ist inzwischen vom Kirchturm geklettert und macht Bilder am Boden:

Foto / Willem Thomson für Fossil Free Berlin

Das Team von Fossil Free Berlin sieht erschöpft und glücklich aus. Die Aktion ist geschafft, die Climate Reality Leaders klatschen und wollen den Platz gar nicht mehr verlassen. Viele machen Selfies mit der Erdkugel, tauschen Adressen aus, wollen wissen, wo die Videos und Fotos zu sehen sind. Natürlich auf Social Media. Als Hashtags nutzen wir #UnitedForEnergiewende für unsere heutige Aktion und #LeadOnclimate wie das Climate Reality Project.

Denn darum geht es: Wir stoppen die Zerstörung des Klimas und bereiten eine klimagerechte Zukunft vor, wenn wir alle zusammenhalten. Wenn wir uns mit anderen verbünden, Unterschiede und Gemeinsamkeiten anerkennen, Konsens schaffen, gemeinsam aktiv werden, dann werden wir gewinnen.

Foto / Willem Thomson für Fossil Free Berlin

Fossil Free Berlin sagt DANKE an alle Climate Reality Leaders, die mitgemacht haben, an den CEO des Climate Reality Projects Kenneth Berlin, an Al Gore, an Greenpeace Berlin „Energie & Klima“ und ganz besonders an Micha, den Ex-Staatssekretär und Bundestagsabgeordneten a.D Ulrich Kasparick und die über 15.600 Unterzeichner*innen seiner Onlinepetition. Danke, dass Ihr den Kreis der Divestment-Unterstützer*innen immer weiter wachsen lasst.

Wie es jetzt weiter geht? Diesen wachsenden Zuspruch und die Inspiration tragen wir jetzt in den Bundestag:
Wir laden alle Abgeordneten ein, den „Berliner Konsens für Klimastabilität & Rücklagen des Bundes“ zu unterzeichnen und sich für fossilfreie Bundespensionen stark zu machen.

Du willst mitmachen und Teil der Fossil-Free-Bewegung werden?
Du bist bei uns herzlich willkommen. Wir brauchen dich und alles, was Du kannst. Mit und ohne Divestment-Erfahrung. Lass uns zusammen loslegen.


Photo Credits:
Alle Fotos auf dieser Seite sind (wenn nicht anders gekennzeichnet) von Willem Thomson für Fossil Free Berlin.

„Berliner Konsens“: Einladung an die Mitglieder des Bundestages

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Zur Erinnerung: Es gibt keinen Plan(et) B!
Fotografin: Saskia Uppenkamp für Fossil Free Berlin

Wenn die Einigkeit weiter wächst, ist Divestment auch auf Bundesebene machbar.

Davon sind wir fest überzeugt. Fossil Free Berlin veröffentlicht deshalb heute – am 2. Jahrestag der Berliner Divestment-Entscheidung – denBerliner Konsens für Klimastabilität & Rücklagen des Bundes“ (#BKKR).

Wir laden Mitglieder des Deutschen Bundestages ein, das Positionspapier #BKKR persönlich zu unterzeichnen. Wir rufen sie auf, sich miteinander aktiv dafür einzusetzen, dass die klimaschädlich finanzierten Pensionen der 600.000 Bundesbeamten und Richter fossilfrei werden. Und zwar noch vor dem UN-Klimagipfel im Dezember 2018.

Klingt unmöglich? Ist realistisch machbar! Auch beim Land Berlin gab es 2015 anfangs Bedenken – die sich im Lauf der Zeit in Aufbruchstimmung verwandelten. Seit 23.06.2016 ist Berlin Divestment-Hauptstadt. Das hat inzwischen viele andere Städte, Bundesländer, Kirchen, Versicherer und Großinvestoren inspiriert, auch ihr Geld aus klimazerstörenden Konzernen abzuziehen.

Diese Inspiration tragen wir jetzt in den Bundestag. Wir laden die amtierenden und ehemaligen Mitglieder des Bundestags ein, den „Berliner Konsens“ zu unterzeichnen. Die Unterzeichnung ist per E-Mail an fossilfreeberlin [ät] riseup.net und per Onlineformular möglich. Sobald der Konsens groß genug ist, gehen wir an die Öffentlichkeit. Bitte weitersagen!