Divestment-Mailblast

Divest_Berlin_NowZum UN-Klimagipfel im Dezember 2015 haben wir mit einer Emailaktion Divestment in die Aufmerksamkeit des Berliner Senats gerückt. Zusammen mit Unterstützern haben wir den Bürgermeister und den Finanzsenator in zahlreichen Mails aufgefordert, sich des Themas anzunehmen.

Die Aktion endete im Dezember 2015 – Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.

 

Für alle, die nachlesen wollen gibt es hier den Text, mit dem wir zum Mailblast aufgerufen haben:

 

Mach mit! So viele Divestment-Emails hat der Berliner Bürgermeister noch nie bekommen

Warum gerade jetzt?
Während des Klimagipfels herrscht derzeit verstärkte Aufmerksamkeit für Klimapolitik. Außerdem hat jüngst die Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“ ihre Empfehlungen für den Senat vorgelegt: neben Ausstieg aus der Braunkohle (bis 2020) und Steinkohle (bis 2030) fordern ExpertInnen und VertreterInnen aller Parteien darin auch erstmals einstimmig Divestment öffentlicher Gelder des Landes Berlin aus Kohle, Öl und Gas! Berlin kann damit dem Beispiel von bereits 58 Städten weltweit folgen, die ihr Geld bereits aus schmutziger Energie abgezogen haben.

Der Klimakonsens in Berlin ist eine große Chance – mit Deiner Hilfe können wir sie nutzen

Unser Ziel: Berlins Bürgermeister Müller und Finanzsenator Dr. Kollatz-Ahnen müssen Divestment zu ihrer eigenen Sache machen.
Sie müssen dafür sorgen, dass die rot-schwarze Regierung Berlins („der Senat“) Divestment auch verbindlich beschließt. Dafür sorgen wir mit einer Flut positiver Rückmeldungen während der UN-Klimakonferenz, die klarmachen, dass Divestment die richtige Entscheidung ist.
Je mehr Mails sie bekommen, umso schwerer können Bürgermeister und Finanzsenator das Thema ignorieren.

Schicke heute Deine persönliche Mail ins Rote Rathaus, wir helfen mit Textbausteinen

Idealerweise schreibst Du Deine Nachricht in eigenen Worten, höflich und respektvoll. Dazu haben wir unten auf dieser Seite einige Argumente als Textbausteine zusammengestellt, die Du in Deine Email einkopieren kannst. Wenn Du lieber einen vorgefertigten Text nutzen möchtest, findest Du ihn ebenfalls unten.  (Und falls Du Deine Nachricht lieber nicht von deiner persönlichen Email-Adresse abschicken möchtest, ist auch ein Brief oder eine Postkarte eine gute Idee – Postadressen siehe unten).

Vielen Dank für Deine Unterstützung! Gemeinsam sind wir viele!

Standing Ovations für die Divestment-Empfehlung der Kommission im Abgeordnetenhaus (Foto: Fabian Franke/Fossil Free Berlin)
Standing Ovations für die Divestment-Empfehlung der Kommission im Abgeordnetenhaus (Foto: Fabian Franke/Fossil Free Berlin)

 

SO KANNST DU DEINE PERSÖNLICHE EMAIL ERSTELLEN

1. Das sind die Mailadressen: 
Bürgermeister: Der-Regierende-Buergermeister@senatskanzlei.berlin.de oder alternativ über die Kontaktseite der Senatskanzlei
Finanzsenator: kristin.weller@senfin.berlin.de (Kristin Weller ist Büroleiterin des Finanzsenators)

2. Setze Fossil Free bitte unsichtbar ins BCC, damit wir mitzählen können: fossilfreeberlin@riseup.net    

3. Tipp für den Betreff Deiner Email:
Bitte wähle einen individuellen Betreff – wir wollen ja nicht, dass unsere vielen Emails mit einem Filter geblockt werden

4. Textvorschlag für eine vorformulierte Email: 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
Sehr geehrter Herr Finanzsenator,

Ich schreibe Ihnen mit der Bitte, sich umgehend für Divestment in Berlin einzusetzen und den Abzug klimaschädlicher Investitionen in Kohle, Öl und Gas jetzt verbindlich im Senat zu beschließen.

Die Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“ geht schon mit gutem Beispiel voran: CDU, Grüne, Linke, Piraten und SPD sind sich einig und fordern im Abschlußbericht auf Seite 98 das Ende aller Investitionen in fossile Brennstoffkonzerne. Dieser Klimakonsens ist eine große Chance, bitte nutzen Sie ihn heute, nicht erst später.

Berlin möchte klimaneutral werden. Warum investiert unsere Stadt dann 10 Mio. Euro seiner Versorgungsrücklagen in Aktien der größten CO2-Emittenten Europas wie RWE, BASF und Total? Bitte setzen Sie ein glaubwürdiges Zeichen im Jahr des UN-Klimagipfels und ziehen Sie das Geld ab.

57 klimafreundliche Städte wie Melbourne, Oslo und Münster haben es schon getan. Vor dem UN-Klimagipfel haben sie ihre öffentlichen Gelder aus Kohle, Öl und Gas abgezogen, um den Weg für die weltweite Energiewende frei zu machen. Wann sagt Berlin Ja zu Divestment?

Ich bitte um Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
XXX

5. Alternative Textbausteine mit Argumenten, die Du in Deiner persönlichen Email frei kombinieren kannst: 

(A) Berlin investiert in die Zerstörung des Klimas
Das Land Berlin hat über Aktienanteile aus den Versorgungsrücklagen 10 Mio. Euro in Unternehmen wie RWE, BASF und Total investiert, die zu Europas größten CO2-Emittenten zählen. Sie beuten die fossilen Energien Braunkohle, Öl und Gas aus, deren Verbrennung eine Hauptursache des weltweiten Klimawandels darstellt.

(B) Divestment gehört zu einer konsequenten Klimapolitik
Berlin hat sich per Gesetz zu einer klimafreundlichen Politik bekannt und möchte bis 2050 klimaneutral sein. Warum werden dann Millionen in das Gegenteil investiert? Das ist inkonsequent, wie Sie, Herr Bürgermeister Müller, selbst bei einer öffentlichen Bürgersprechstunde im Sommer 2015 formuliert haben: „Man kann nicht über Energiewende und Umweltschutz reden und gleichzeitig in Braunkohle investieren. Das widerspricht sich.“ Ich möchte Sie gerne beim Wort nehmen und bitte Sie respektvoll, jetzt auch zu handeln.

(C) Divestment ist konsensfähig
VertreterInnen aller Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus fordern im Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“ den Abzug öffentlicher Investitionen aus klimaschädlichen fossilen Brennstoffunternehmen. Dieser breite Klimakonsens ist eine große Chance, um jetzt im Senat eine Mehrheit für Divestment zu organisieren.

(D) Divestment ist machbar
Weltweit haben schon 57 klimafreundliche Städte wie Melbourne, Oslo und Münster ihre öffentlichen Gelder aus Kohle, Öl und Gas abgezogen, um den Weg für die weltweite Energiewende frei zu machen. Das kann Berlin auch!

(E) Divestment ist ökonomisch sinnvoll
Mit Divestment vermeidet Berlin das finanzielle Risiko einer Kohlenstoffblase. 80% der heute bekannten fossilen Energieträger dürfen nicht verbrannt werden, wenn das Ziel gehalten werden soll, die Klimaerwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Somit ist ein großer Teil der Reserven aus Öl, Kohle und Gas wertlos. Noch sind sie jedoch in den Börsenbewertungen der Energiekonzerne enthalten.

(F) Es ist höchste Zeit zu handeln
Die anstehende UN-Klimakonferenz in Paris zeigt, dass nicht nur die Politik, sondern insbesondere BürgerInnen auf der ganzen Welt den Klimawandel als große Gefahr und Herausforderung begreifen – wir müssen alle entschlossen und sofort handeln. Lokale Akteure und Städte sind besonders gefragt. Zeit also für Berlin, sich jetzt mit Taten zum Klimaschutz zu bekennen und klimaschädliche Investitionen schnell zu beenden.

6. Falls Du lieber eine Postkarte oder Brief schicken möchtest, sind das die Adressen: 

Der Regierende Bürgermeister von Berlin
Michael Müller
Senatskanzlei, Jüdenstr. 1
10178 Berlin

Der Senator für Finanzen
Dr. Matthias Kollatz-Ahnen
Klosterstr. 59
10179 Berlin

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