Weltweiter Widerstand gegen Klimazerstörung, auch in Berlin

PRESSEEINLADUNG mit Fototermin am 13. Mai 2017

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Weltweiter Widerstand gegen Klimazerstörung, auch in Berlin

Klimaschützer fordern die Deutsche Bahn und Bundesländer auf, sich von Kohle, Öl und Gas zu trennen

 

Berlin, 5. Mai 2017 – Die Bürgerbewegung Fossil Free Berlin führt ab 5. Mai eine 9-tägige Serie von Aktionen zum Thema Divestment durch. Höhepunkt ist am 13. Mai eine Demonstration vor dem Brandenburger Tor. Zeitgleich finden in 39 Ländern auf sechs Kontinenten über 120 weitere Veranstaltungen im Rahmen der ‚Globalen Divestment-Mobilisierung‘ statt. Weltweit werden Zehntausende Menschen erwartet, die für deutlich mehr Klimaschutz auf die Straße gehen.

WAS: Demonstration „Break free from fossil fuels“ – Klimaschützer fallen zu Boden, formieren ein großes X als Zeichen des Widerstands
WANN: Samstag, 13. Mai 2017, 16:30 bis 17:30 Uhr
WO: Pariser Platz, vor dem Brandenburger Tor

Fossil Free Berlin fordert Investoren auf, ihr Geld aus Kohle, Öl und Gas abzuziehen. Erfolgreich war diese Forderung erstmals im Sommer 2016, als das Berliner Parlament auf die öffentliche Diskussion reagierte und für Divestment stimmte. Explizit drängt Fossil Free Berlin nun auch die Deutsche Bahn sowie alle anderen Bundesländer zu klimafreundlichen Finanzen.

Zusätzlicher Druck ist nötig, denn die Deutsche Bahn will sich trotz sechsmonatigen Dialogs mit Fossil Free Berlin nicht öffentlich positionieren. Anders als Berlin investieren Bundesländer wie Baden-Württemberg und NRW für Beamtenpensionen weiterhin dreistellige Millionenbeträge in Unternehmen wie RWE, Total und BASF. Diese heizen mit fossilen Brennstoffen den Klimawandel an und lösen gefährliche Klimafolgen auch in Deutschland und Europa aus.

Im Sommer 2016 beschloss das Berliner Parlament, die Versorgungsrücklagen des Landes Berlin in Höhe von 823 Millionen Euro nach Klimaschutz-Kriterien umzuschichten. Seit April 2017 kann das Geld dank eines ethisch-ökologischen Aktienindex umgeschichtet werden. Kohle, Öl und Gas sind im Index ebenso wie Atomkraft und Rüstung ausgeschlossen. Auch anderen Bundesländern, Kommunen und Städten steht die Nutzung des Aktienindex frei.

Die ‚Globale Divestment-Mobilisierung‘ (GDM) will vom 5. bis 13. Mai 2017 neue Impulse setzen, um den Weg für ambitionierten Klimaschutz zu bereiten. Sie setzt Institutionen unter Druck, ihr Geld nicht mehr mit Klimachaos zu verdienen und dafür in den Aufbau einer gerechten Zukunft mit erneuerbaren Energien zu investieren.

In Deutschland werden 25 lokale ‘Fossil Free’-Gruppen ihre Städte, Universitäten, Kirchen und Banken auffordern, alle Investitionen zu stoppen, die das Klima zerstören:

  • Ein Höhepunkt der Globalen Divestment-Mobilisierung ist eine Massendemonstration in der Münchener Innenstadt. Die Demonstranten fordern die Stadt, das Bistum München-Freising und die Universitäten Münchens auf, sich der Divestment-Bewegung anzuschließen und so ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen.
  • In Freiburg und Berlin werden Aktionswochen mit Workshops, Filmvorführungen, Diskussionen und kreativen Aktionen zu Divestment, Klimafolgen und klimabedingter Migration stattfinden. Diese sollen beispielsweise die Universität Freiburg überzeugen, neue Anlagerichtlinien zu erstellen.
  • Gruppen in Aachen, Dortmund und Bochum werden die Komplizenschaft der Kommunen mit dem Kohlekonzern RWE hervorheben. Die Städte werden aufgefordert, sich von Geldanlagen in RWE und allen anderen Kohle-, Öl- und Gasunternehmen zu trennen.
  • In Kassel und Göttingen konzentrieren sich die Aktionen auf die Universitäten.
  • Weitere Aktionen finden u.a. in Münster, Stuttgart, Hannover, Chemnitz, Erlangen und Eisenach statt.

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WEITERE INFOS ZUR WELTWEITEN MOBILISIERUNG finden Sie hier.

FOTOS UND VIDEOS werden zwischen 5. und 13. Mai 2017 ständig aktualisiert:
Hier finden Sie Fotos
Hier finden Sie Videomaterial

ÜBER FOSSIL FREE
Die internationale ‘Fossil Free’ Bewegung nahm ihren Anfang in Nordamerika, Europa und Australien und hat als schnellst-wachsende Divestment-Bewegung aller Zeiten auch Asien, Südamerika und Afrika erfasst. Weltweit haben 710 Institutionen in 76 Ländern mit Vermögenswerten von über $5.500 Milliarden Investitionen in Kohle, Öl und Gas beendet oder zurückgefahren. Im klimapolitischen Machtvakuum hat sich die Divestment-Bewegung mit Unterstützern aus allen Gesellschaftsschichten als wirksames Instrument erwiesen, um die Kohle-, Öl- und Gas-Industrie in die Schranken zu weisen – politisch, finanziell und durch Diskreditierung. In einer Zeit, in der Regierungen ihre Bevölkerung im Stich lassen und die Folgen des Klimawandels mit Überschwemmungen, Waldbränden, Hitzewellen, Stürmen und Dürren ins Ungewisse führen, erhöht die Bewegung den Druck.

KONTAKT
Mathias v. Gemmingen, Co-Organisator Fossil Free Berlin / fossilfreeberlin ÄT riseup.net
Tine Langkamp, Divestment Kampaignerin für 350.org / tine ÄT 350.org / +49 151 701 69 509

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